BUND nimmt Kampf gegen Tagebau Hambach neu auf

Düsseldorf. Trotz juristischer Niederlagen nimmt der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) den Kampf gegen den Braunkohletagebau Hambach neu auf. Die geplante Fortführung des Tagebaus von 2020 bis 2030 verstoße gegen den europäischen Artenschutz, gab der BUND am Mittwoch den zentralen Kritikpunkt seiner Stellungnahme zum 3. Rahmenbetriebsplan wieder.

Der Plan regelt den Kohleabbau im nächsten Tagebauabschnitt. Im Fall der Zulassung werde der BUND eine Klage vorbereiten. Die Umweltschützer waren zuletzt 2006 vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert.

«Der Artenschutz ist der zentrale juristische Angriffspunkt», sagte BUND-Geschäftsleiter Dirk Jansen. Durch die Vernichtung von Flächen im Hambacher Forst würden 142 zum Teil streng geschützte Tierarten ihren Lebensraum verlieren. Die Population der besonders geschützten Bechsteinfledermaus im Rheinland sei komplett bedroht. Die geplante Umsiedlung der Fledermaus in einen künstlich geschaffenen Lebensraum sei zum Scheitern verurteilt.

Der BUND rechnet sich gute Erfolgschancen aus. Die aktuelle Rechtsprechung zeige, das der Europäische Gerichtshof die Anforderungen an den Naturschutz und an die Beteiligung der Naturschutzverbände strenger auslege. In dem jahrelangen Rechtsstreit hatten die Richter in der Vergangenheit die Notwendigkeit einer neuen Umweltverträglichkeitsprüfung für Hambach verneint und auf eine ökologische Prüfung aus den 70er Jahren verwiesen. Der BUND hält das für unzulässig.

Hambach gilt mit einer geplanten Ausdehnung von 85 Quadratkilometern und einer Tiefe von 450 Metern als größter Tagebau in Europa. Der Aufschluss hatte 1978 begonnen. Insgesamt 5000 Menschen werden bis zum Ende des Tagebaus 2045 vertrieben sein.

Quelle: an-online

Über Peter Wagner

Mitglied der FDP Inden, Vorstandsmitglied im Ortsverband, Medienbeauftragter, Administrator des Weblogs, Sachkundiger Bürger Sozial-, Sport- und Kulturausschuss.
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Eine Antwort auf BUND nimmt Kampf gegen Tagebau Hambach neu auf

  1. Patrick Erz sagt:

    Einfach Klasse! Alle wollen Sie die Arbeitslosenzahlen verringern. Alle wollen Sie geringe Strompreise haben. Aber dann kommt ein BUND daher und möchte mal eben ca. 1500 Arbeitsplätze vernichten und die Strompreise in die höhe treiben. Natur- und Tierschutz ist ja schön ung gut, aber dann bitte da wo er auch angebracht ist. Und wenn man solche Forderungen stellt, dann sollte man sich auch im klaren darüber sein, das man nicht alles haben kann. Die AKWs sind ja schon weg vom Netz und jetzt soll eine weitere Quelle gestoppt werden, den Energiebedarf zu decken. Wacht mal auf! Es ist nach derzeitigem Stand der Technik nicht möglich den Grundbedarf nur mit regenerativen Energien zu decken! Und wer denkt an die Familien, wo der Vater oder die Mutter Arbeitslos wird, damit ein paar Tiere nicht Ihren gewohnten Lebensraum verlieren? Und wenn das so weiter geht, wer soll dann noch die Stromrechnungen zahlen, um sich Mittags was warmes kochen zu können? Sollen wir dann wieder auf Kohleöfen kochen? Dann kommt wahrscheinlich wieder irgend ein anderer Verein und beschwert sich das der CO2 ausstoß zu hoch ist. Ich finde hier in Deutschland wird langsam alles auf die Spitze getrieben und das sollte sich der Deutsche Bürger sich nicht mehr gefallen lassen. Jeder muss um seinen Job bangen. Die Preise für alltägliche Dinge steigen ständig. Ständig gibt es scheinbar neue Krisen. Es werden unsere Steuergelder für Länder ausgegeben, die es auf gut deutsch gesagt einfach nur verbockt haben. Die Renten, wofür man Jahrzente lang hart gearbeitet hat werden gekürzt. Und das was man kriegt ist ohnehin ein Witz. Das ist doch kein Leben mehr!

    Ich kann nur hoffen das bald ein umschwung erfolgt, der dem ganzen ein Ende macht.

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